Über die Bedeutung des Ausdrucks "Guymelef"

Der vorliegende text ist zum gewöhnlichen verständnis der serie weder wichtig, noch nützlich. Ich habe versucht, ihn mehr als übung im rahmen meiner ausbildung in tarot und quabalah zu machen. Nur menschen mit affinität zu diesen okkulten künsten können geschmack daran finden. Für andere spreche ich in rätseln.

Jedoch, jeder negativ wie positiv beeindruckte Kundige meiner bisherigen veröffentlichungen kann, wenn dem auch nicht 100% nachvollziehbar ist, sogar einen deutlichen fortschritt in sachen objektiver schlüssigkeit und allgemeiner verständlichkeit darin erkennen, so daß er vielleicht vor freude aus seinem Guymelef springt und mir gratuliert. ^_^'' das wär ja mal schön, ich finde nämlich partout keine gleichgesinnten menschen, da ich bei meinen studienkameraden bisher noch kein interesse an animes feststellen konnte und - wie ich gerade bemerke - wonach ich diese auch noch nicht gefragt habe, was ich aber hiermit jetzt ausdrücklich tue. Wer sich angesprochen fühlt, bitte schreibe mir eine notiz.


zuletzt bearbeitet am 9.2.2003, momentane BGM dieser arbeit ist maldon (midi) (ich kann derzeit nur die midiversion hier anbieten, aber das original ist von Zouk Machine)

Ihr werdet zwar protestieren, daß es im original Guymelef, sprich Gaimiläf, lautet (e.g. da ihr das so gehört oder gelesen habt), aber zumindest die schreibweise ist nicht offiziell bestätigt und Gimäläf  ist der einzig richtige etymologische (wortherkunft) schlüssel  zur vollen bedeutung des allgemeinen namens der stählernen magischen kampfriesen im anime "Escaflowne". Das ist zwar ebensowenig offiziell bestätigt, aber der ausdruck ist offenbar zusammengesetzt aus den namen zweier hebräischer buchstaben, nämlich gimel und aleph. Das ist ein gefolgertes ergebnis einer erkundung der serie im hinblick auf darin verwendete okkulte (stil)elemente.

Bevor wir uns die bedeutung dieser erkenntnis für die gesamte botschaft der serie genauer anschauen, sei noch  genannt, daß Guymelef als lautänliche romaji form von Guimelef betrachtet werden kann, da guimel eine seltener verwendete französisch-spanische schreibweise des namens des buchstabens gimel ist. Diese wird ebenso i gesprochen, also ohne einen guy daraus zu machen, was gimel nämlich definitv nicht ist, allenfalls ein tomboy. Nichts desto trotz ist Guymelef nett, da es an den jeweiligen burschen in seiner jeweiligen kampfmaschine erinnert. Wenn das nicht auch von anfang an mit gewollt war, hatten vielleicht die autoren von escaflowne erstmal nur versucht, Gimäläf englisch zu machen, wobei sie guimel benutzten und auf umlaute verzichteten. Da außerdem gui im englischen gai gesprochen werden kann und auch ein einzelnes englisches i schon richtig als ai gesprochen wird, lautete das ergebnis Gaimiläf. Die vereinigung von gimel und alef an sich kann dabei so erklärt werden: Alef als wort buchstabiert sich in hebräischen lettern A-qamets-L-segol-Ph, sprich ahläf, hebräisch mit vokalisationszeichen anstelle von unseren selbstlauten, und gimel G-chireq-M-segol-L, sprich gimäl. Da das hebräische alef A ein joker-lautzeichen für ein nasaliertes ausatmen auf e, a oder ein o-nahes a ist, kann es auch als nasales e (klingt änlich wie ä) gelesen werden (zB in älohim). GML und ALPh können somit klangrichtig zu GMLPh  oder GMALPh, also zu Gimäläf  zusammengefügt werden. Das Ph (phe) als ph oder f zu schreiben ist dabei nebensächlich und zweitrangig, denn Phe  ist ein F-laut (und Phe-dagesh ein P-laut).

Die serie enthällt erstaunliche bezüge zu okkultem wissen, von denen man zB welche finden kann, wenn man der bedeutung von Gimäläf auf den grund geht.

Im hebräischen hat der name eines jeden buchstabens eine mehrfache bedeutung. Im Falle von gimel ist das an erster stelle kamel und im falle von aleph ist das ochse. Es fällt sofort auf, daß das beides nutztiere sind, ein kamel zum transport einer person oder von lasten über weite strecken und ein ochse groß und stark, zB zum pflügen von feldern. Tatsächlich erinnert so manches detail an escaflownes stählernem outfit entfernt an pflugschaaren (die bilder sind aus dem movie, da ist das vielleicht nicht ganz so gut hinweisend). Die beine und füße von Alseides erinnern an die hinterläufe eines tieres mit hufen.

Das sind nur die ersten jüngsten und exoterischen bedeutungen, denn zumindest gimel hat als verb noch andere, welche zum teil auch auf typische eigenschaften der guimelefs bezogen werden können. Darüber hinaus stellte der buchstabe gimel in ursprünglicher zeichnungsweise einen bogen oder eine mondsichel dar und ist daher auch ein symbol für kulturelle und natürliche kräfte, die mit dieser symbolik einhergehen. In esoterischen kreisen werden diese kräfte unter dem begriff des Unterbewußtseins zusammengefasst, das mit dem körper und den übrigen dingen und der welt um einen herum ("around me" -people) identisch ist.

Da Gaia, wenn man wie Hitomie in Gaia ist, mit der körperlichen Welt identisch ist, ist klar, wie es sein kann, daß dabei der Mond und die Erde beide zu sehen sind. Für Yukari und Amano bleibt Gaia ein Traum, eine Vorstellung oder Phanatsie. Die Hitomi in Gaia zu sein bedeutet, ein ereignis mit eigenen Augen zu sehen und direkt wahrzunehmen. So wie der zeitgelupte Augenblick in der ersten Folge, in der Van Hitomi das erste mal erscheint, für uns zuschauer im spiegel ihres eigenen rechten auges, und Hitomi das erste mal die Erscheinung von Van sieht. Die ganze serie handelt eigentlich vom mysterium dieses Augenblicks oder des Augenblicks im allgemeinen.

Das Aleph symbolisiert dagegen den geist und die ur-kraft, aus der alles und nichts entspringt: das Überbewußtsein. Es erscheint als geist genauso "around me", ist jedoch ursprünglich der natur und einem selbst übergeordnet. Denn es ist die unerschöpfliche und ewige quelle jeder und keiner energie.

Dem Van erscheint, aus Hitomis perspektive, diese im wesentlichen männliche und väterliche kraft vorrangig als die feindlichen Gaimiläf. Der Arikarion im chat ist bei dem ausdruck an mêlée erinnert (ich wiederum damit an Guybrush - ein einfaltspinsel auf einer insel - und an das spiel brother melee), was französisch kreolisch handgemenge, streit oder hin und her gerangel, aber auch verwirrt sein und vor allem ursprünglich mischen und ein nervöses hin und her tanzen (gaga) bedeutet, wobei "hin und her" auch eine von GiMeL ableitbare, oder darauf zurückführbare bedeutung ist, im weiteren sinne auch eine Bewegung von ort zu ort, zB auf einer handelsroute (Dryden!) meinend. Tatsächlich sind das auch spürbare wirkungsweisen des Unterbewußtseins. Aber diese im grunde schöpferische ur-kraft des Überbewußtseins von Alef erscheint Van auch als Allens Shezarade und das ganze Gaia an sich.

In der von selbst bewegten form als die anderen Gaimiläfs ist der Geist der heilige geist, oder hebräisch, der ruach älohim. Japaner nennen diesen ausdruck der ur-kraft - und als otaku dürfen wir ihn beherzigt so nennen - schlicht und ergreifend kamikaze: der wind oder atem gottes.

Von Alef ALPh stammt außerdem unser wort Alp- und Elf (...), mit bezug auf das Wichtelmännchen. Aber davon wollen wir euch in einerer anderen Geschichte erzählen.

Diejenigen laute von Gimel und alef, welche in Gimalef vereinigt sind, entsprechen AL, sprich äl, die hebräische kurzform für Gott, eigentlich einen stern wie die sonne, eine leuchterscheinung oder die "ewige flamme" meinend. Wir können diese ewige flamme seele, ich oder selbst nennen, um auszudrücken, daß das gemeint ist, was im mittelpunkt oder zentrum ist: im falle von Escaflowne ist das Van selbst, wenn er in ihm sitzt, oder dieser rote energiestein, der dabei einen drachengroßen herzschlag von Van entfernt ist.

Speziell Escaflowne trägt kopfschmuck oder -bewaffnung änlich einer stählernen kombination aus der mondkrone der hohen-priesterin (gimel) und der feder des narren (alef) im tarot. Das bezieht sich aber nur auf die eine lange sache in der mitte (die rote Feder) beim narren und die hörneränlichen silbernen mondsicheln bei der hohen-priesterin, nicht aber auf den vollmond bei der hohen-priesterin und auch nicht auf den grünen kranz beim narren. Aber die beiden mondsicheln ähneln in umgekehrter form nochmal Dilandos gescheitelter und sich zu den Seiten kringelnder Ponyfrisur.

Die beiden lamed L von gimel und alef verschmelzen im gaimilef zu einem, wobei eines davon Van zugeschrieben werden kann und das andere Allen. Denn umgekehrt wie gimel und alef in gimälef als ein wort vereint sind, teilen sich die beiden namen Van und Allen  aus dem einen namen des astronomen J. van Allen (, mit dem auch eine strahlenzone um die erde benannt ist). In Hitomis heimatwelt wird diese einheit durch Amano ausgedrückt, der die körperform und stimme wie Allen hat und die kleider- und haarfarbe wie Van. Damit bezieht sich auch Van in dualistischer ordnung auf das Außen, auf die Erde, Allen aber auf das Innen, auf Gaia.

Lamed ist außerdem jener buchstabe, welchen mysterienwissende der 11. tarotkarte "die gerechtigkeit" zuschreiben. Sie liegt - den narren (0, alef) aus dem spiel genommen - in der mitte der reihe der dann noch 21 großen trumpfkarten. Eine 1 symbolisiert einen pfeil oder stab, ein durchweg männliches symbol. Also ist auch die 11 ein hinweis auf zwei männer, Van und Allen.

Dem -> 1 <- symbol ist von Okkultisten der buchstabe beth B zugeschrieben, denn die ursprüngliche zeichnungsform von beth ist eine pfeilspitze. In der reihe des hebräischen alefbeth folgt auf alef beth und auf beth folgt gimel. Genau das kehrt ein Gaimiläf um,  denn beth bedeutet hebräisch Haus, mit dem aufmerksamen Piloten in der inneren Führerkanzel (cockpit). Da gimel symbolisch unserer 2 entspricht, drückt GML als das verb heranreifen (wie früchte) die beziehung von Van und Allen aus, wie sie folge um folge in der serie heranreift. Diese beziehung ist Gerechtigkeit.

Die doppelnatur und perfide doppelmoral der in "escaflowne" durch umkehrung und vereinigung heranreifenden gerechtigkeit, bei der ein teil sich immer weiblich (gimel, Allen) zum anderen und männlichen (alef, Van, sein Helm, sein äußeres und Amanos kleidung) verhält (wobei beschützen, was auch Van tut, generell eine weibliche eigenschaft und von gimel ist, während Allen in Sherazade anfangs auch als Alef auftritt, was Sherezades kräftiger stengel im kreuzförmigem pieker auf ihrem kopf auch nacher noch als möglichkeit andeutet), erscheint in Gaia als Dilando. Der name kann als zusammensetzung angesehen werden: von Di als ausdruck von 2 (durch, durchqueren und teilen durch 2, zB einen Kreis in zwei hälften) und land als hinweis auf Asturia und Zaibach, die beiden länder, deren schiksal er teilt. Nahe zu diesem hinweis ist auch die idee des Gäps zwischen Gaia und die Erde (siehe skizze). Zwei von Dilando's Dragonslayers haben die namen hebräischer buchstaben. Nämlich Guimel und Dalet. Dabei ist dalet der buchstabe, welcher direkt auf gimel folgt. Die erste direkte bedeutung von dalet ist tür. Eine andere bedeutung von dalet ist abgeschlossene reife. Das deutet auf zwei aspekte des schiksals, nämlich auf weitergimeln, das meint wiederkäuen wie ein kamel,  und darauf, sich weiter zu entwickeln. Diese zwei aspekte sind wie nacht und tag, träumen und wachen, den mond jagen, oder die sonne scheinen lassen.

Kabbalisten schreiben gimel die vereinigende intelligenz zu, welche sämtliche gegensätze in einheit bringt. Daher erscheint diese einheit, wenn sie vollbracht ist, im endresultat als dalet: die tür welche der augenblick der gegenwart ist.

Dilando benutzt zum kämpfen in den ersten folgen einen Gaimiläf der Alseides klasse und in den letzten benutzt er dazu Oreides, von dem es offenbar nur zwei gibt (Jajuka benutzt den anderen Oreides).  Die Alseides und Oreides Gaimiläfs haben ihre namen von nymphen aus dem buch "hermaphrodit". Hermes wiederum ist identisch mit dem Magier, dem magier auf der tarotkarte "der magier", welcher der buchstabe beth zugeschrieben ist und die der hohen-priesterin und damit gimel voran geht. Aphrodite ist identisch mit der Frau auf der tarotkarte "die Kaiserin", welcher dalet zugeschrieben ist und die auf die hohepristerin und gimel folgt. Den rückbezug zu Dilando finden wir auf dessen Nachnamen Albato im Vollmond, symbolisch durch den Vollmond in oder auf der Krone der Hohen-priesterin (gimel). Denn Albato ist änlich wie Albino oder Albedo und das letztere bedeutet Rückstrahlvermögen, speziell und typischerweise das Rückstrahlverögen von planetaren oberflächen. Genauso wie der vollmond das vereinigte Licht der zunehmenden und der abnehmenden mondsichel reflektiert, spiegelt Dilando Albato die ganze doppelnatur der - der satz ist so schön - in "escaflowne" durch umkehrung heranreifenden gerechtigkeit wieder, die das schiksal gemeistert hat.

Serena meint Selene, eine Mondgöttin der alten Griechen. Aber bezüglich Dilando und Albino kann ich nur emfehlen: schauen sie sich dieses Wesen nochmal genau an. Wie bleich es ist und mit den weißen blaßblauen haaren und den roten augen!

Mit den roten Augen und Dilandos geburtsfarbe (movie: die herrschende farbe der periode, in der er in gaia-zeit geboren wurde), wären wir bei mars, dem planeten, welcher die sternzeichen von Van und Allen regiert. Aber das führt uns jetzt zu weit.